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Schupfnudeln mit Mohn

von Christina Becher
Schupfnudeln

Schupfnudeln haben unterschiedliche Namen. Der Name Schupfnudel bezieht sich auf den Herstellungsprozess. „Schupfen“ heißt soviel wie rollen oder wälzen. Fingernudel werden sie auch genannt, da  bezieht man sich auf die Größe und Dicke der Nudeln. Bereits in der Zeit des 30-jährigen Krieges wurden Schupfnudeln zubereitet. Schon ein lange Zeit also. Allerdings wurden sie früher nur aus Mehl hergestellt, denn die Kartoffel war damals noch nicht in Europa bzw. in Deutschland heimisch. Später erst wurden Kartoffeln zum Teig hinzugenommen und ein weiterer Name nämlich Bubenspitzle entstand.

Schupfnudeln – so wie ich sie nenne, kommen aus der süddeutschen und österreichischen Küche. Ich esse sie total gerne süß mit Zimt, Zucker und Mohn oder mit Kompott.

Zutaten für 4 Personen:
  • 500 g mehligkochende Kartoffeln
  • 100 g Mehl
  • 1 Ei
  • etwas Mehl zum Ausrollen
  • 50 g Weizengrieß
  • eine Prise Salz
  • etwas Öl zum Braten
  • Zusätzlich:
  • 2 EL Butter
  • 2 EL Mohn
  • Zimt und Zucker von Hartkorn zum Bestreuen
Zubereitung:

Die Kartoffeln ggf. waschen und in heißem Salzwasser weichkochen. Im Anschluss abgießen, die Schale entfernen und kurz ausdampfen lassen. Mit einem Kartoffelstampfer oder einer Kartoffelpresse die Kartoffeln fein zerdrücken. Verbleiben kleine Stückchen im Teig ist es nicht dramatisch, sie geben einfach ein anderes Kaugefühl. Zum Kartoffelschnee gesellen sich nun Mehl, Grieß, 1 Prise Salz, Butter. Alles grob verrühren und im Anschluss das Ei trennen und das Eigelb unter die Masse einarbeiten. Auf diese Weise läuft man nicht Gefahr, dass das Eigelb stockt, weil die Kartoffeln noch zu heiß sind.

Einen Topf mit reichlich Wasser und einer guten Prise Salz aufsetzen und zum kochen bringen.

Der Teig sollte eine feine homogene Konsistenz haben. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche wird er nun zu Zeigefingerdicken Rollen geformt. Zugegeben, natürlich variiert die Fingerdicke bei allen Menschen, aber diese Größe müsste so ungefähr passen. 🙂

Schupfnudeln roh

Die Teigrolle wird nun zu 2-2,5 cm langen Stücken geteilt und in die typische Schupfnudelnform mit den Händen gerollt.

Ich bereite meistens ein paar Schupfnudeln vor und gebe sie dann in das nun siedende – nicht kochende – Salzwasser. Sobald diese an der Oberfläche schwimmen, nimmt man sie mit einer Schöpfkelle raus und lagert sie – bis alle fertig sind – in einer Schüssel mit kaltem Wasser.

Ist nun der komplette Teig zu Schupfnudeln verarbeitet, werden diese durch ein Sieb gegeben zum Abtropfen. Eine Pfanne mit etwas Öl erhitzen, die Schupfnudeln darin goldgelb anbraten. Erst zum Schluss die Butter hinzugeben und mit Mohn in der Pfanne schwenken.

 

Nach dem Anrichten mit Zimt und Zucker bestreuen. Isst man die Schupfnudeln lieber herzhaft, einfach Mohn und Zimt und Zucker weglassen. 🙂 Eine ganz beliebte Kombination ist auch Schupfnudeln mit Sauerkraut, Wie auch immer Euch die Schupfnudeln am Besten schmecken, ich wünsche Euch einen guten Appetit.

Schupfnudeln Pfanne

Schupfnudeln

 

 

 

 

 

 

 

 

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