
Apfel Tarte Tatin – der französische Klassiker neu entdeckt
Äpfel treffen auf süßen Mürbeteig, veredelt mit einer Prise Salz und feinem Karamell – klingt das nicht wie ein Gedicht? Genau so schmeckt auch die berühmte Tarte Tatin. Dieser französische Klassiker begeistert durch seine Einfachheit und das Zusammenspiel aus süßen und leicht salzigen Noten.
Die Tarte Tatin ist besonders praktisch, weil sie ohne aufwendige Schritte auskommt. Kein Teig, der lange gehen muss, und kein Stress mit Temperaturvorgaben – einfach unkomplizierter Genuss.

Varianten für jeden Geschmack
Die klassische Tarte wird zwar traditionell mit Äpfeln zubereitet, aber der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Pfirsiche, Aprikosen oder Pflaumen eignen sich ebenfalls hervorragend. Für den Winter bieten sich auch Birnen oder Quitten an, die ein besonders feines Aroma entfalten. Diese Flexibilität macht die Tarte Tatin zu einem echten Allrounder, der das ganze Jahr über begeistert.
Was steckt hinter der Tarte Tatin?
In Paris ist sie unter den Namen „Tarte du chef“ oder „Tarte des demoiselles Tatin“ bekannt. Sie wurde angeblich im 19. Jahrhundert durch die Schwestern Tatin erfunden, die in ihrem Hotel eine Apfeltarte servierten – allerdings aus Versehen auf den Kopf gestellt. Das Ergebnis war so lecker, dass es schnell zum Markenzeichen wurde. Heute ist die Tarte Tatin eine der bekanntesten Dessert-Spezialitäten Frankreichs.
Mürbeteig 1-2-3-Methode
Die Basis für diesen Kuchen bildet ein Mürbeteig, der mit der sogenannten 1-2-3-Methode besonders einfach gelingt. Hierbei werden ein Teil Zucker, zum Beispiel 50 Gramm, mit zwei Teilen Butter, etwa 100 Gramm, und drei Teilen Mehl, also 200 Gramm, kombiniert. Die Zuckermenge lässt sich dabei flexibel anpassen, abhängig von der Süße der verwendeten Früchte. Wer es weniger süß mag, kann den Zucker reduzieren. Für eine besonders feine Note kann der Teig zusätzlich mit Vanille oder Zitronenschale aromatisiert werden, was ihm ein noch raffinierteres Aroma verleiht.

Ingredients
Mürbeteig:
- 200 g Mehl, Type 405 plus etwas Mehl zum Verarbeiten
- 150 g Zucker
- 100 g kalte Butter
- 1,25-1,5 kg Äpfel z.B. Cox orange oder Braeburn
- 2-3 EL Zitronensaft
- 1 Prise Salz
Belag:
- 50 g Zucker zum Karamellisieren
- 75 g Butter für die Äpfel
Instructions
Mürbeteig:
- Mehl, Zucker, Butter in Stückchen und eine Prise Salz mit den Fingern zu Streuseln verarbeiten.
- 2-3 EL eiskaltes Wasser zugeben und alles zügig zu einem glatten Teig verkneten. Im Anschluss in Folie oder in einer Aufbewahrungsdose geben und 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Belag:
- Die Äpfel waschen, schälen und in ca. daumendicke Spalten schneiden. Danach mit Zitronensaft beträufeln.
- Zucker bei geringer Hitze in einem Topf schmelzen und hell bräunen lassen, den Karamell in eine Tarteform gießen und diese schwenken, bis der Boden gleichmäßig überzogen ist. Vorsichtig SUPER heiß!
- Apfelspalten nun dich beieinander in die Tarteform legen.
Teig ausrollen und backen:
- Den Backofen auf 200° Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Den Mürbeteig auf einer bemehlten Fläche vorsichtig zu einer runden Fläche ausrollen, die etwas größer als die Tarteform ist. Im Anschluss auf die Äpfel legen und die Ränder einschlagen.
- Im Backofen backt die Apfel Tarte Tatin nun ca. 40 Minuten.
- Nach der Backzeit ein Blech auf die Tarteform setzen, Tarte und Blech nun mit einem Küchentuch festhalten und rumdrehen, um die Apfel Tarte Tatin zu stürzen. Hier auch vorsichtig vorgehen, denn der Saft, der austreten kann, ist sehr heiß.
Häufig gestellte Fragen zu Apfel Tarte
Welche Apfelsorte eignet sich zum Backen?
Für eine perfekte Tarte Tatin eignen sich vor allem Apfelsorten, die beim Backen ihre Form behalten und eine schöne Balance zwischen Süße und Säure bieten. Hier sind einige Empfehlungen:
Boskop
– Eigenschaften: Säuerlich, fest und aromatisch.
– Warum ideal? Die Äpfel zerfallen nicht beim Backen und ihr kräftiger Geschmack harmoniert perfekt mit dem süßen Karamell.
2. Elstar
– Eigenschaften: Fruchtig-süß mit leicht säuerlicher Note.
– Warum ideal? Der ausgewogene Geschmack bringt Frische in die Tarte, und die Konsistenz bleibt stabil.
3. Braeburn
– Eigenschaften: Knackig, saftig und süß-säuerlich.
– Warum ideal? Diese Sorte sorgt für eine leichte Karamellisierung und bleibt auch nach dem Backen bissfest.
4. Jonagold
– Eigenschaften: Süß-säuerlich und festfleischig.
– Warum ideal? Die Äpfel karamellisieren hervorragend und bieten eine ausgewogene Süße.
5. Granny Smith
– Eigenschaften: Stark säuerlich, fest und saftig.
– Warum ideal? Die Säure setzt einen herrlichen Kontrast zur Süße des Karamells, perfekt für Liebhaber intensiver Aromen.
6. Cox Orange
– Eigenschaften: Aromatisch und leicht säuerlich.
– Warum ideal? Diese Sorte bringt ein feines Apfelaroma und eine stabile Textur mit, die sich hervorragend in der Tarte macht.
Tipp:
Es lohnt sich, verschiedene Sorten zu kombinieren, um der Tarte Tatin mehr Geschmacksnuancen zu verleihen. Wichtig ist, auf frische, feste und aromatische Äpfel zu achten.
Welcher Teig wird für Tarte Tatin verwendet?
Für Tarte Tatin wird traditionell Mürbeteig verwendet. Alternativ kann auch Blätterteig verwendet werden, um die Zubereitung zu vereinfachen.
Was ist eine Tarte Tatin?
Die Tarte Tatin ist ein traditioneller französischer Apfelkuchen, der kopfüber gebacken wird. Die karamellisierten Äpfel kommen zuerst in die Backform, darauf wird ein Mürbeteig gelegt. Nach dem Backen wird die Tarte gestürzt, sodass die karamellisierte Fruchtschicht oben liegt.
[…] Die klassiche französische Apfeltarte findet ihr natürlich auch auf meinem Blog: Apfeltarte […]